Die Bavarian Lake Challenge neigt sich ihrem Ende zu. Am Ostersamstag ging es für mich zum Waginger See. Was die Entfernung angeht, war dieser See der entlegenste. Direkt neben dem Waginger See liegt auch der Tachinger See und wenn ich sage direkt neben dran, dann meine ich das auch so. Die Seen sind lediglich von einer Brücke getrennt. Man möchte meinen, dass früher die Tachinger und Waginger nicht miteinander auskamen… . Aufgrund der geografischen Lage, beschloss ich, die Seen gemeinsam zu umrunden. 29 km stehen danach auf der Laufuhr. An schönen Spots mangelt es allerdings sehr. Ein gutes Stück führt wieder entlang einer Landstraße. Darüber hinaus geht es durch die kleinen Dörfer und grünen Ortsschilder. Lediglich an der Ostseite des Tachinger Sees sind ein paar Kilometer durch einen Wald direkt am Ufer zu genießen. Auch ansonsten könnte man meinen, dass die Seen sogar eher ignoriert werden. Außer zwei Strandbäder – oder eher aufgrund der Größe Badezimmer -und zwei Campingplätze erinnert nichts daran, dass sich hier eine größere Wassermasse befindet. Es gibt auch keinen einzigen Biergarten, Restaurant, Badebereich oder sonstiges von wo aus man das Seeambiente genießen könnte. Es lohnt wirklich nicht hier hinzufahren. Das einzige Sehenswerte ist der 5-Sterne-Camping-Platz (Waginger See). Nur dort gibt es einen wirklich schönen Kilometer Seepromenade und ein Restaurant. Ansonsten hat man auch die Möglichkeit eine Runde Mini-Golf, Pitpat oder Soccergolf zu spielen. Hier ließe es sich aushalten.

Zufällig wollte ich bei dieser Runde ein kleines Projekt ausprobieren, welches ich im Fernseh gesehen habe. Dabei füllt man Sahne in einen Beutel, steckt diesen in seinen Laufrucksack und läuft. Das „wilde Rumgehopse“ soll die Sahen aufschlagen. Nach ca. 10 km soll es schon fertig sein. Da meine erste Runde 29 km betrug waren die Erfolgsaussichten also recht hoch. Und tadaaaa. Es lief wie geschmiert. Mit Streichzarter Butter konnte ich mir meinen Osterfladen schmecken lassen. Diese Aktion fand ich echt witzig und kann es nur empfehlen einmal nachzumachen.

Der Snack war wertvoll, denn jetzt war erst Halbzeit. 60 km waren mein Ziel. Ein weiterer Ultra. Da die Strecke nicht viel hergab, war es diesmal recht zäh. Wer „kleinere“ Strecken vorzieht, der kann sich die Seen auch gerne aufteilen. Eine Umrundung des Waginger Sees bringt ca. 19 km, eine um den Tachinger ca 14 km mit sich. Doch wie gesagt. Es gibt sehr viel schönere Ecken für die es sich lohnt die Laufschuhe anzuziehen. Und jetzt vorwärts: Butter laufen 😉