Huiuiui, jetzt war es lange ruhig. Gab es nichts mehr zu schreiben? Doch! Sicherlich! Jedoch habe ich die Zeit für das Laufen benötigt. Stolz wollte ich über meine Teilnahme beim Mountainman bei Mittersill berichten. Schon zum Jahresbeginn von 2025 stand es auf meiner Liste endlich ein Mountainman zu werden. Zu dieser Zeit hielt mich jedoch Fieber davon ab. Nun, am 17. Januar ´26, sollte es dann 42 km über Skipisten gehen. Leider hatten dann doch ein paar Anwohner plötzlich etwas dagegen, weshalb das ganze Rennen abgesagt werden musste. Zum Glück ist der Mountainman mittlerweile ziemlich etabliert und bietet im Jahr mehrere Veranstaltungen an. So ist es mir möglich gewesen einen dritten Versuch zu wagen. Am 7. März geht es bei Reit im Winkl durch die Berge. Diese Events haben durchaus einen gewissen Schwierigkeitsgrad. Nein, nicht weil ich das sage, sondern weil diese auch eine UTMB-Index-Wertung haben (Ultra-Trail-Mount-Blanc). Bei den Ultra-Trail-Meisterschaften auf dem Mount Blanc kann man nämlich nicht einfach so mitmachen. Man muss sich durch Punktsammeln dafür qualifizieren. Der Mountainman ist eines der Rennen, bei denen das geht. Das spricht für die Qualität und den Anspruch dieser Rennen. Bleibt zu hoffen, dass die Teilnahme diesmal endlich funktioniert.

Doch was soll ich genau jetzt machen? Ich bin fit und habe die letzten Monate nicht nur auf Plätzchen, sondern auch auf meine Zähne gebissen. Ich. Will. Ein. Rennen. Im Januar gibt es davon allerdings nicht wirklich viele. Kurzerhand habe ich mich nun dazu entschieden eine Challenge, die ich vor mehreren Jahren zum Spaß schon einmal angegangen bin, nun „seriös“ zu absolvieren. Es handelt sich dabei um die Bavaria – Iron Lake Challenge (Link). Hier gilt es, die größten bayrischen Seen innerhalb eines Jahres zu umrunden. Die Zeit ist egal, nur müssen die Seen am Stück umlaufen werden.

Während der Corona-Zeit, als keine Rennen stattgefunden haben, verhalf mir diese Challenge zu sehr schönen Bildern und Augenblicken. Damals hatte ich mich aber nicht offiziell angemeldet und habe auch nicht alle Seen umlaufen. Zum Jahresende bzw. zum -beginn bin ich auch schon zwei Seen angegangen, die gut in meinen Trainingsplan gepasst haben. Wie schon beim letzten Mal, war am Forggensee (33 km) der Challenge-Start. Zuletzt umlief ich den wunderschönen Staffelsee (22 km), der wirklich sehr für eine Einheit zu empfehlen ist. Nicht nur, dass ein großer Teil direkt am Ufer liegt, nein, man läuft auch durch schöne Moor- und Waldgebiete (auf die Natur wird dabei natürlich Rücksicht genommen!). Je nach Jahreszeit, kann man sich nach dem Lauf direkt an einem Kiosk ein schönes Getränk gönnen und sich zur Erfrischung in die Fluten stürzen. Anfang Januar war mir das aber etwas zu kalt. See Nummer drei auf meiner Liste wird nun mein Mountainman-Ersatz. Die fehlenden Höhenmeter gleiche ich durch Wegstrecke aus. Am 17. Januar werde ich den Chiemsee mit weit über 50 km umlaufen. Quasi ein weiterer Ultra-Marathon. Der Chiemsse tront unter den Bayern-Seen somit auch Platz 1, was die Lauf-Kilometer angeht. Das macht Laune, das macht Lust.

So früh zu den Jahreshöhepunkten zu kommen ist aber durchaus schade. Wenn es Jahreshöhepunkte wären. Ich freue mich sehr auf diese Events, jedoch werden sie nur Trainingseinheiten werden. In diesem Jahr feiere ich nicht nur mein 10-Jähriges als Marathonläufer, sondern auch meinen 42. Geburtstag. „42? Das ist doch nichts besonderes.“, wird vielleicht salopp ein mancher sagen. Ich antworte darauf: „42! Alter! So wie die Kilometer beim Marathon!“ Grund genug in diesem Jahr was richtig großes rauszuhauen. Einen weiteren Ultra und eine weitere besondere Langdistanz. Beim Ultra soll es dann dieses Mal ins Dreistellige gehen. Interessiert? Neugierig? Dann stöbert wieder regelmäßig auf meiner Seite rum, denn jetzt wird erst einmal der Chiemsee umrundet ;-). Mehr zum eigentlich Hauptevent in diesem Jahr gibt es ein anderen Mal. Nun heißt es „let´s fetz!“. Lasst uns die Schuhe anziehen und dieses Jahr wieder viele schöne Meter sammeln.