Es ist schon witzig und verrückt, was einen zum Laufen treiben kann. Bei mir waren es zuletzt Sammelarmbänder. Einzigartige inspirierende Videos sind meist auch nicht zu verkennen. So habe ich den Großteil meiner Läufe kennen und lieben gelernt. Manchmal kommt der Ansporn aus einem Selbst heraus… oder dem nahen Umfeld.

Als ich mich vor kurzem mit Freunden traf, hat mir mein Kumpel Didi davon erzählt, dass er nun angefangen hat Kilometer zu sammeln. Abnehmen, sich was Gutes tun usw. Der Anfang war sehr anstrengend, doch schnell haben ihn seine Erfolge motiviert. Schwups, das Laufen macht Spaß und ein neuer Läufer wurde geboren. Nochmal Schwups: Die Anmeldung für einen Lauf steht auch schon auf dem Plan. Es war total schön ihn davon reden zu hören. Vom Kauf der Ausstattung, zur Musikauswahl, bis hin zu seinen Trainingseinheiten. Ich habe ihn gefragt, weshalb er sich nun für´s Laufen entschieden hat? Die Antwort hat mich sehr gefreut, denn einer der Gründe (wenn auch nicht der ausschlaggebende) war „ich“. Meine Geschichten und meine Begeisterung. Wow. Wie ein Dominostein der gerade noch so einen anderen am Rand erwischt und zum umstürzen bringt.

Meine Frau und ich fanden seine Erzählungen wirklich schön. Und ebenfalls motivierend. Vor allem meine Frau. „Das will ich jetzt auch. Das kann ich ebenfalls.“ so oder so ähnlich ihre Aussage. Im Sommer, wenn es nicht zu kalt und auch nicht zu warm ist, ist sie ab und zu mal drei Kilometer gelaufen. Mit hochrotem Kopf. Doch seit gut einem Monat ist sie zum Laufnerd mutiert. Jede Woche eine neue Ausstattung. Neue Schuhe. Neues Outfit. Und erst heute gab es noch eine neue Laufjacke. Jaja, vom Laufdress sind noch keine Kilometer gelaufen. Doch seit sie die Stories von unserem Didi gehört hat läuft sie einen persönlichen Rekord nach dem anderen. Bei max. 3,5 km war bisher Schluss. Noch in der gleichen Woche nach unserem Treffen mit Didi waren es schon 5 km. Der Ehrgeiz hat sie gepackt. 6 km, 7 km, 8 km… und gerade als ich heute selbst mit meiner eigenen Einheit fertig war, trat sie stolz durch unsere Wohnungstür und wir freuten uns gemeinsam über ihre ersten 10,65 km. Das Dreifache innerhalb eines guten Monats. Didi war ihr Dominostein. Und Schwups, hat sie sich schon mit mir für Leipzig im April angemeldet. Für den 10 km-Lauf. Echt super! Zuletzt war das Erstellen eines eigenen Trainingsplan dran. Und wieder schwups: Das Laufen macht Spaß. Mit Rat (Erfahrungsaustausch) und Tat (gemeinsame Einheiten) leiste ich auf Nachfrage meinen Beitrag. Es ist sehr schön, sie dabei zu unterstützen.

Ich freue mich sehr für die beiden, dass sie nun so viel Freude an etwas gefunden haben, was auch mir viel bedeutet. Spielt doch auch mit beim Lauf-Domino und lasst euch von den beiden in Bewegung versetzen. Time 2 Play!