Zwei weitere Seen wurden umrundet. Das Ende der Bavarian Lake Challenge (BLC) rückt näher. Es sei jedoch erwähnt, dass der Kochel- und Simssee an verschiedenen Tagen umrundet wurden.
Der Kochelsee gehört aufgrund seiner ca. 15 km nicht zu den Top 10 und somit nicht zur eigentlichen BLC. Die Kombi den See zu umrunden und dann den nahegelegenen Herzogstand zu erklimmen löste allerdings einen gewissen Reiz aus. Eingesäumt vom Alpenpanorama macht der Kochelsee durchaus etwas her. Auch entlang der Wegstrecke bemerkt man wo man ist. Schöne Fels- und Waldtrails warten auf einen. Zudem sammeln sich nicht all zu viele Menschenscharen um ihn, da die Zahl an Biergärten oder sonstigen Verweilmöglichkeiten eher überschaubar ist. Eine davon wäre allerdings das Örtchen Schlehdorf. Ebenfalls eine Marke auf der Wegstrecke ist das Wasserkraftwerk Walchensee, an welchem man unweigerlich vorbeiläuft. Witzig ist der Weg unter das Erholungszentrum in Kochel (Therme) hindurch. Während die Saunagänger bei einer Zigarette die Aussicht genießen führt direkt durch die Therme ein kleiner Tunnel. Man darf eine schöne Tour um den See genießen.






Direkt am Kochelsee führen auch schon Wege zum Herzogstand. Ich fuhr jedoch hoch bis zu den Serpentinen, die dann bereits zum benachbarten Walchensee führen. Die Wetterlage war im März recht abstrus. Während am Kochelsee kein einziger Schneehaufen zu sehen war, war der Weg hinauf zum Gipfel ab dem ersten Meter von Schnee überzogen. Wandert man den Weg hinauf sind laut Wegweiser ca. 3:45 h nötig. An den Pfaden entlang gibt es immer wieder ein paar Schilder, die mit Texten von König Ludwig II. versehen sind. Vor allem beim Anfang ist das durchaus nicht verkehrt, da die Aussicht noch etwas zu wünschen übrig lässt. Ab einer bestimmten Höhe darf man sich dann aber an ihr laben. An ein paar Stellen hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Kochelsee. Wenn man diesen zuvor umrundet hat, ist dieses Bild gleich nochmal so viel Wert. Der Weg selbst nimmt ebenfalls an Pracht zu. Oben wartet dann noch ein Wirtshaus, in dem man sich für seine Mühen noch belohnen kann. Ca. 40 Gehminuten mehr, darf man dann ein Foto mit dem Gipfelkreuz machen. Bei entsprechender Wetterlage ist die Aussicht phänomenal. Ich selbst hatte aber auch schon des Öfteren Nebelbänke vor dem Gesicht. Spaß macht es trotzdem. Hoch und runter sind es für Läufer auch nur knapp zwei Stunden, weshalb man sich oben also Zeit lassen kann. Vor allem das „Hinuterrennen“ hat mir viel Freude bereitet.



Nun zum Simssee. Dieser ist nur 8 km vom Chiemsee entfernt. Bei diesem See verwundert es etwas, dass es trotz seiner 18 km lediglich 2-3 Möglichkeiten gibt die Idylle bei einem Bierchen zu genießen und die Füße ins Wasser zu stecken. Dieser Bereich, der im Örtchen „Simssee“ (grünes Ortsschild) liegt, ist es allerdings wert einen Ausflug dorthin zu machen. Der Rest des Westufers macht dann zum Laufen allerdings nicht so viel Freude. Es mangelt an schönen Spots. Am Nordufer angekommen steigt der Funfactor aber stark an. Am Nordteil selbst ist ein Vogelschutzgebiet. Hier hat man die Möglichkeiten auf einen kleinen Aussichtsturm zu steigen und die Aussicht über ein Fernrohr (kostenfrei) etwas näher zu betrachten. Weiter geht es dann zur einzigen Campinganlage. Dort kann man sich dann entscheiden ob man einen steilen Stufenpfad hinauf zur „Häuseransammlung“ Hirnsberg steigen möchte. Der Pfad ist sehr wurzelreich. Man sollte trittsicher sein. Da ich meine Oberschenkel trainieren wollte habe ich logischerweise diese Chance ergriffen. Ist man oben angekommen fragt man sich ggf. weshalb man die Mühen auf sich genommen hat. Optischee Highlights: Fehlanzeige. Wer aber Spaß am Sport hat, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Ich würde es wieder machen.



Ist man wieder beim Campingplatz, so darf man sich auf den besten Teil des Sees und des Ostufers freuen. Man betritt, wie ich es ab jetzt nenne, „the maze“ (das Labyrinth). Es führen mehrer Trampelpfade durch den Wald. Allerdings wird diesmal auf Wegweiser komplett verzichtet. Bereits bei meiner ersten Umrundung habe ich mich verlaufen und diesmal erging es mir nicht anders. „The Maze“ sollte man nur mit gutem Schuhwerk und Navi betreten. Die Trampelpfade sind entweder von Wurzel durchzogen oder recht schlammig. Je nach Wetter sind die Wege also etwas abenteuerlich. Alle führen irgendwo hin. Entweder an einen Angelplatz oder an eine Anlegestelle für kleine Boote. An manchen Wegenden steht auch einfach nur eine Bank um etwas zu chillen. Wer Trailrunning mag, dem wird das Herz höher schlagen.



Irgendwann geht auch der größte Spaß vorbei und man ist durch den Wald durchgelaufen. Er wird allerdings durch ein schönes Schilfgebiet ersetzt durch welches man hindurchlaufen darf. Hat es davor viel geregnet besteht allerdings Hochwassergefahr. Am Ende dieses Areals wartet dann auch das Ende der Seerunde. Man ist wieder am Badeplatz ankommen.




Fazit: Der Simssee ist durchaus „im letzten Eck“ Bayerns gelegen. Auf dem Weg zum Simssee fährt man am Tegernsee, Chiemsee und noch so vielen anderen schönen Plätzen vorbei. Die Fahrtzeit könnte man also stark verkürzen und in Erholungszeit umwandeln. Wer aber in der Nähe ist oder einen längeren Ausflug in dieser Ecke macht, der kann hier durchaus einen Tag verbringen.
Nun ist es auch mal wieder Zeit danke zu sagen. DANKEEEE an die Spender, die mein WWF-Projekt aufgepimpt haben. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut. Nach der ein oder anderen Lauf-Aktion motiviert es noch mehr, wenn man benachrichtigt wird, dass jemand etwas in den Klingelbeutel für die Natur geschmissen hat. Nochmals: Vielen herzlichen Dank!

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