Anfang des Jahres habe ich Geburtstag gefeiert. 42! Für mich scheint diese Zahl perfekt, um mir meine eigene Messlatte ein ordentliches Stück nach oben zu setzen. 42, wie der Marathon. Seit dem wurden schon ordentlich Kilometer gemacht. Ein Marathon (Mountainman) und bereits fünf Ultra-Läufe (Chiemsee, Ammersee, Backyard Kuhsee, Walchensee und Waginger See) ganz zu schweigen von den anderen Kilometern die ich bereits zur Vorbereitung gemacht habe. In den vorherigen Beiträgen habe ich es ja immer wieder mal kurz angerissen. Alles nur Vorbereitung. Doch wofür? Nun will ich den Vorhang lüften.
Der T.A.T.-Ort meines läuferischen Mainevents ist in den Lofoten (NOR). Dort wird jedes Jahr, immer in der 22 KW, „The Arctic Triple“ ausgetragen. Neben eines Skimo-Events (KW 11) und eines Triathlons (KW 33) gibt es an diesem Termin mehrere Ultra-Distanzen zur Auswahl. Stets, wenn es bei einer Veranstaltung auch längere Distanzen gab, habe ich mich ein wenig klein gefühlt. Kennt ihr das? Wenn man etwas großartiges abgeschlossen hat und es mit Stolz erzählt und einer sagt: „Ahhh, ich kenne einen, der einen kennt, dessen Gärtner ist (auch) XXX km gelaufen.“ Grrrrrr! Einer der kleineren Gründe, weshalb ich mich hier angemeldet habe. Ich möchte der Gärtner sein. Doch einer der wichtigsten Gründe ist herauszufinden, wie sehr ich mich schinden kann. Wie viel beißen geht? Was geht bei Körper und Kopf? Wie weit kann man über sich hinauswachsen, zur T.A.T.-Waffe werden? Doch wie weit laufe ich nu? Das Maximum eben: 100 Meilen (ca. 167 km). Am Stück, nicht über mehrere Tage verteilt. Wobei… Das Rennen wird zwar nicht unterbrochen, allerdings beträgt die Cut-Off-Zeit vierzig Stunden. Man ist also eine Zeit lang (mehrere Tage) unterwegs.
Doch wie macht man das, wenn es dunkel wird? Kein Problem. Zu dieser Jahreszeit wird es nicht dunkel. Die Stirnlampe bleibt daheim. Und deshalb die Lofoten. Bei so einer Strecke sollte ordentlich Abwechslung dabei sein um am Ball zu bleiben. Nur ein paar Stichpunkte um die Strecke zu beschreiben: Keine Dunkelheit, Strandlauf, felsige Trails, Brücken, Asphalt, Schotter, Grastrails, Bergsteigen, abseilen, Schnee… Ich könnte ewig so weiter machen. Das alles in einem einzigen Lauf bei im wahrsten Sinne atemberaubender Landschaft. Ein nicht zu vernachlässigendes Detail sind auch noch die ca. 7000 Höhenmeter. Vier Marathons vermischt mit drei Aufstiegen auf die Zugspitze!? Challenge accepted!
Die offizielle Beschreibung der Laufstrecke ist ungefähr in die einzelnen Verpflegungsabschnitte gegliedert. Schon jeder einzelne liest sich wie ein vollständiges Rennen. Hier werden nicht nur die Füße, sondern auch das Auge gefordert. Zu sehen wird es genug geben. Besonders ist auch schon die Anfahrt. An den Start wird man nämlich mit dem Boot gefahren. Vom Landesinneren (Svolvær) an das Ende der Lofoten nach Kirkefjorden. Während der 20-minütigen Schiffsfahrt kann man schon einmal einen Eindruck davon bekommen, was einen als nächstes erwarten wird. Der Rest der Streckenführung ist relativ simpel. Man läuft die ganzen Lofoten durch, bis irgendwann der Zielbereich da ist.





Ich hoffe, ihr könnt euch mit Hilfe der Fotos ebenfalls für die Lofoten faszinieren. Die Vorfreude, aber auch eine ordentliche Menge Nervosität schlagen bei mir jedenfalls schon ordentlich gegen meine Bauchdecke. Läuft euch für eine ähnliche Laufveranstaltung auch schon das Wasser im Mund zusammen? Dann meldet euch an! Ich freue mich sehr über aufbauende Worte vor und während des Events (29. Mai ´26). Und nicht vergessen: Ich laufe nicht nur in, sondern auch FÜR die Natur (Spende). Ganz viel Erfolg und Freude beim Überspringen eurer Messlatte.






























































































































