Die Bavarian Lake Challenge neigt sich ihrem Ende zu. Am Ostersamstag ging es für mich zum Waginger See. Was die Entfernung angeht, war dieser See der entlegenste. Direkt neben dem Waginger See liegt auch der Tachinger See und wenn ich sage direkt neben dran, dann meine ich das auch so. Die Seen sind lediglich von einer Brücke getrennt. Man möchte meinen, dass früher die Tachinger und Waginger nicht miteinander auskamen… . Aufgrund der geografischen Lage, beschloss ich, die Seen gemeinsam zu umrunden. 29 km stehen danach auf der Laufuhr. An schönen Spots mangelt es allerdings sehr. Ein gutes Stück führt wieder entlang einer Landstraße. Darüber hinaus geht es durch die kleinen Dörfer und grünen Ortsschilder. Lediglich an der Ostseite des Tachinger Sees sind ein paar Kilometer durch einen Wald direkt am Ufer zu genießen. Auch ansonsten könnte man meinen, dass die Seen sogar eher ignoriert werden. Außer zwei Strandbäder – oder eher aufgrund der Größe Badezimmer -und zwei Campingplätze erinnert nichts daran, dass sich hier eine größere Wassermasse befindet. Es gibt auch keinen einzigen Biergarten, Restaurant, Badebereich oder sonstiges von wo aus man das Seeambiente genießen könnte. Es lohnt wirklich nicht hier hinzufahren. Das einzige Sehenswerte ist der 5-Sterne-Camping-Platz (Waginger See). Nur dort gibt es einen wirklich schönen Kilometer Seepromenade und ein Restaurant. Ansonsten hat man auch die Möglichkeit eine Runde Mini-Golf, Pitpat oder Soccergolf zu spielen. Hier ließe es sich aushalten.
am StrandbadWaldidylletrennende Brücke
Zufällig wollte ich bei dieser Runde ein kleines Projekt ausprobieren, welches ich im Fernseh gesehen habe. Dabei füllt man Sahne in einen Beutel, steckt diesen in seinen Laufrucksack und läuft. Das „wilde Rumgehopse“ soll die Sahen aufschlagen. Nach ca. 10 km soll es schon fertig sein. Da meine erste Runde 29 km betrug waren die Erfolgsaussichten also recht hoch. Und tadaaaa. Es lief wie geschmiert. Mit Streichzarter Butter konnte ich mir meinen Osterfladen schmecken lassen. Diese Aktion fand ich echt witzig und kann es nur empfehlen einmal nachzumachen.
100% Biovorhernachher
Der Snack war wertvoll, denn jetzt war erst Halbzeit. 60 km waren mein Ziel. Ein weiterer Ultra. Da die Strecke nicht viel hergab, war es diesmal recht zäh. Wer „kleinere“ Strecken vorzieht, der kann sich die Seen auch gerne aufteilen. Eine Umrundung des Waginger Sees bringt ca. 19 km, eine um den Tachinger ca 14 km mit sich. Doch wie gesagt. Es gibt sehr viel schönere Ecken für die es sich lohnt die Laufschuhe anzuziehen. Und jetzt vorwärts: Butter laufen 😉
Zwei weitere Seen wurden umrundet. Das Ende der Bavarian Lake Challenge (BLC) rückt näher. Es sei jedoch erwähnt, dass der Kochel- und Simssee an verschiedenen Tagen umrundet wurden.
Der Kochelsee gehört aufgrund seiner ca. 15 km nicht zu den Top 10 und somit nicht zur eigentlichen BLC. Die Kombi den See zu umrunden und dann den nahegelegenen Herzogstand zu erklimmen löste allerdings einen gewissen Reiz aus. Eingesäumt vom Alpenpanorama macht der Kochelsee durchaus etwas her. Auch entlang der Wegstrecke bemerkt man wo man ist. Schöne Fels- und Waldtrails warten auf einen. Zudem sammeln sich nicht all zu viele Menschenscharen um ihn, da die Zahl an Biergärten oder sonstigen Verweilmöglichkeiten eher überschaubar ist. Eine davon wäre allerdings das Örtchen Schlehdorf. Ebenfalls eine Marke auf der Wegstrecke ist das Wasserkraftwerk Walchensee, an welchem man unweigerlich vorbeiläuft. Witzig ist der Weg unter das Erholungszentrum in Kochel (Therme) hindurch. Während die Saunagänger bei einer Zigarette die Aussicht genießen führt direkt durch die Therme ein kleiner Tunnel. Man darf eine schöne Tour um den See genießen.
Kraftwerk WalchenseeSchlehdorf
Direkt am Kochelsee führen auch schon Wege zum Herzogstand. Ich fuhr jedoch hoch bis zu den Serpentinen, die dann bereits zum benachbarten Walchensee führen. Die Wetterlage war im März recht abstrus. Während am Kochelsee kein einziger Schneehaufen zu sehen war, war der Weg hinauf zum Gipfel ab dem ersten Meter von Schnee überzogen. Wandert man den Weg hinauf sind laut Wegweiser ca. 3:45 h nötig. An den Pfaden entlang gibt es immer wieder ein paar Schilder, die mit Texten von König Ludwig II. versehen sind. Vor allem beim Anfang ist das durchaus nicht verkehrt, da die Aussicht noch etwas zu wünschen übrig lässt. Ab einer bestimmten Höhe darf man sich dann aber an ihr laben. An ein paar Stellen hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Kochelsee. Wenn man diesen zuvor umrundet hat, ist dieses Bild gleich nochmal so viel Wert. Der Weg selbst nimmt ebenfalls an Pracht zu. Oben wartet dann noch ein Wirtshaus, in dem man sich für seine Mühen noch belohnen kann. Ca. 40 Gehminuten mehr, darf man dann ein Foto mit dem Gipfelkreuz machen. Bei entsprechender Wetterlage ist die Aussicht phänomenal. Ich selbst hatte aber auch schon des Öfteren Nebelbänke vor dem Gesicht. Spaß macht es trotzdem. Hoch und runter sind es für Läufer auch nur knapp zwei Stunden, weshalb man sich oben also Zeit lassen kann. Vor allem das „Hinuterrennen“ hat mir viel Freude bereitet.
Blick auf den Kochelseeam Gipfelkreuz
Nun zum Simssee. Dieser ist nur 8 km vom Chiemsee entfernt. Bei diesem See verwundert es etwas, dass es trotz seiner 18 km lediglich 2-3 Möglichkeiten gibt die Idylle bei einem Bierchen zu genießen und die Füße ins Wasser zu stecken. Dieser Bereich, der im Örtchen „Simssee“ (grünes Ortsschild) liegt, ist es allerdings wert einen Ausflug dorthin zu machen. Der Rest des Westufers macht dann zum Laufen allerdings nicht so viel Freude. Es mangelt an schönen Spots. Am Nordufer angekommen steigt der Funfactor aber stark an. Am Nordteil selbst ist ein Vogelschutzgebiet. Hier hat man die Möglichkeiten auf einen kleinen Aussichtsturm zu steigen und die Aussicht über ein Fernrohr (kostenfrei) etwas näher zu betrachten. Weiter geht es dann zur einzigen Campinganlage. Dort kann man sich dann entscheiden ob man einen steilen Stufenpfad hinauf zur „Häuseransammlung“ Hirnsberg steigen möchte. Der Pfad ist sehr wurzelreich. Man sollte trittsicher sein. Da ich meine Oberschenkel trainieren wollte habe ich logischerweise diese Chance ergriffen. Ist man oben angekommen fragt man sich ggf. weshalb man die Mühen auf sich genommen hat. Optischee Highlights: Fehlanzeige. Wer aber Spaß am Sport hat, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Ich würde es wieder machen.
AussichtsplattformWeg nach Hirnsberg
Ist man wieder beim Campingplatz, so darf man sich auf den besten Teil des Sees und des Ostufers freuen. Man betritt, wie ich es ab jetzt nenne, „the maze“ (das Labyrinth). Es führen mehrer Trampelpfade durch den Wald. Allerdings wird diesmal auf Wegweiser komplett verzichtet. Bereits bei meiner ersten Umrundung habe ich mich verlaufen und diesmal erging es mir nicht anders. „The Maze“ sollte man nur mit gutem Schuhwerk und Navi betreten. Die Trampelpfade sind entweder von Wurzel durchzogen oder recht schlammig. Je nach Wetter sind die Wege also etwas abenteuerlich. Alle führen irgendwo hin. Entweder an einen Angelplatz oder an eine Anlegestelle für kleine Boote. An manchen Wegenden steht auch einfach nur eine Bank um etwas zu chillen. Wer Trailrunning mag, dem wird das Herz höher schlagen.
Irgendwann geht auch der größte Spaß vorbei und man ist durch den Wald durchgelaufen. Er wird allerdings durch ein schönes Schilfgebiet ersetzt durch welches man hindurchlaufen darf. Hat es davor viel geregnet besteht allerdings Hochwassergefahr. Am Ende dieses Areals wartet dann auch das Ende der Seerunde. Man ist wieder am Badeplatz ankommen.
Fazit: Der Simssee ist durchaus „im letzten Eck“ Bayerns gelegen. Auf dem Weg zum Simssee fährt man am Tegernsee, Chiemsee und noch so vielen anderen schönen Plätzen vorbei. Die Fahrtzeit könnte man also stark verkürzen und in Erholungszeit umwandeln. Wer aber in der Nähe ist oder einen längeren Ausflug in dieser Ecke macht, der kann hier durchaus einen Tag verbringen.
Nun ist es auch mal wieder Zeit danke zu sagen. DANKEEEE an die Spender, die mein WWF-Projekt aufgepimpt haben. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut. Nach der ein oder anderen Lauf-Aktion motiviert es noch mehr, wenn man benachrichtigt wird, dass jemand etwas in den Klingelbeutel für die Natur geschmissen hat. Nochmals: Vielen herzlichen Dank!
Wochenende für Wochenende jagt ein Event das nächste. Doch mit diesem habe ich am 21. März einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt. Lediglich zur Vorbereitung auf mein diesjähriges Mainevent wollte ich einmal einen Backyard laufen. Dies ist ein bestimmter Rennmodus. Dabei hat man stets eine Stunde Zeit um genau 6,7 km zu laufen. In der übrigen Zeit dieser Stunde, kann man machen was man möchte. Ist die Stunde abgelaufen, müssen die 6,7 km erneut absolviert werden. Dieses Spiel wird wiederholt und wiederholt und wiederholt. Normalerweise spielt man es mit mehreren Läufern bzw. Teilnehmern. Sollte ein Läufer länger brauchen ist er ausgeschieden. Ist er zu platt um die nächste Runde zu beginnen… richtig! Ausgeschieden. Es gibt hier kein „der Schnellste“. Es geht um Ausdauer und Durchhaltevermögen. Das Rennen dauert so lange bis nur noch ein Läufer übrig ist und er noch eine weitere Runde schafft. Gewöhnlich kann man schon bis 24 h plus rechnen, bis solch eine Veranstaltung beendet ist. Ganz so extrem wollte ich es nicht, zumal ich eben auch keine „Gegner“ hatte. Nur mich und meinen Schweinehund. Direkt am Kuhsee konnte ich mein Auto abstellen. Dort sollte mein Rast- und Verpflegungsplatz sein. Meine 6,7 km bestanden aus einer vollständigen Seeumrundung, den Weg über den Hochablass zum Olympia-Kanu-Center und einer weiteren Umrundung des Sees. Das Ziel war es die 100 km zu knacken. So viel bin ich am Stück noch nie gelaufen.
Um 17 Uhr war Startschuss. Gleich nach der ersten Runde kam dankenswerterweise eine Kollegin vorbei und feuerte mich an. Danach war ich auf mich allein gestellt. Bis 20 Uhr war noch einigermaßen Betrieb. Ein paar Grüppchen, die das Zuckerfest in toller Tracht feierten, ein paar Früh(lings)-Griller und der ein oder andere Fußgänger, die meinen Weg säumten. Das war es dann aber. Danach wurde es langsam dunkel und leer. Lediglich das Bootshaus (Restaurant) leuchtete aufgrund einer Feier bis ca. 3 Uhr. Gegen 22 Uhr wurden schon ein paar Kilometer gelaufen und es stellte sich ein Rhythmus ein. Für einen Durchlauf brauchte ich ca. 40 min. Dann wurde 5 min gedehnt und parallel gegessen und getrunken. 10 min. Powernapp und 5 min. um sich wieder Laufsachen, Kopfhörer usw. anzuziehen. Die Wirksamkeit der Snacks standen bei meinem Vorhaben ebenfalls auf dem Prüfstand. Was kann man denn noch ohne Probleme um 2 Uhr essen? Bei 15 Stunden laufen, ist es durchaus geboten, dem Körper etwas Brennholz zu geben. Meine Einkäufe bestanden aus Nudeln, Gebäck, Gummibärchen, Powerriegeln und Gels. Und ja, das hat super geklappt. Ein paar Bissen jede Runde waren ausreichend und haben echt gut getan.
HochablassSnackbar
Um Mitternacht war dann der erste Meilenstein gesetzt. Die Marathondistanz wurde absolviert. Die Zahl der Fußgänger und Radfahrer konnte ich mit einer Hand abzählen. Da es noch Mitte März war, stellten sich auch sehr niedrige Temperaturen ein. Der Powernapp war nur noch mit Schlafsack möglich. Statt Nudeln wurde auf einen Proteinriegel umgestellt, für den ich drei Runden brauchte, bis er weg war. Um 2 Uhr war es dann so weit. Wie immer bei Langdistanzen stellt sich ein Tief ein. Die Motivation ging gegen Null. Das Auto, mein Pausencenter, nahm nach und nach den Zustand einer Tropfsteinhöhle ein und dennoch war es bitter kalt. Neben dem Schlafsack musste auch noch die Winterjacke herhalten. Alleine die Strecke zu absolvieren machte auch nicht richtig Spaß. Zum Glück hatte ich meine Kopfhörer, die im Kopf abgespeicherten Anfeuerungsrufe meiner Freundin und die Gewissheit, dass die Runde relativ schnell erledigt ist. Was auch half war, dass ich mich zu Beginn sehr weit aus dem Fenster lehnte und bereits mein 100 km-Vorhaben an die große Glocke gehängt habe. Nach 67 km (10 Durchgänge) war das größte Tief vorbei. Das neue Ziel war, zumindest einen halben Tag (12 h) durchzuhalten. Und zack, bekam ich eine Unterstützung nach der anderen. Schon um 4 Uhr zwitscherten die ersten Vögel und ich sah Rehe beim Grasen. In der nächsten Runde gab es einen Hasen zu sehen und danach auch noch einen Biber, über den ich mich am meisten freute. Wann hat man schon einmal einen wilden Biber gesehen? Drei Meter vor meinen Füßen kreuzte dieser in aller Ruhe meinen Weg. Es wurde heller und heller. An die 12 h-Marke konnte ich einen grünen Haken machen.
Powernapp und SchlafsackBiber-Besuch
Noch 21 km. Drei Runden. Das erschien nun total machbar. Mein Hunger meldete sich und wollte endlich etwas von dem Schokocroissant, den ich dabei hatte. Zur Dämmerung und den bisherigen Anstrengungen ein wahrer Hochgenuss. Das Tief… hatte ich überhaupt jemals eines? Weg war es. Und um 7:45 Uhr war es dann soweit. 100 km: Geschafft! Ein tolles Gefühl stellte sich ein, obwohl ich allein gelaufen bin. Keine Medaille, kein Zielfoto, aber große Zufriedenheit. Alles hat sehr gut geklappt. Aus dem Motivationsloch rausgekommen war ein großes Anliegen. Die Füße haben mitgemacht. Das Dehnen und Nappen haben dabei mit Sicherheit ein großen Teil dazu beigetragen. Klar zwicken die ersten Meter jeder Runde etwas in den Beinen, doch das ging sehr schnell vorbei. Mit der Verpflegung über Nacht hatte ich auch keinerlei Probleme. Und der letzte Baustein: Gedanklich beeindrucken die Ultra-Distanzen immer weniger. Es bleiben viele Kilometer, jedoch löst die Vorstellung einen 60 km-Run zu joggen keine Gräuel mehr aus.
Fazit: So ein Backyard ist wirklich spannend. Wie Eingangs beschrieben geht es darum durchzuhalten. Viele Dinge können dabei helfen ein positives Mindsetting zu erhalten. Es war eine echt tolle Erfahrung und man lernt sich wieder besser kennen. Was spricht man nur in den Raum hinein und was macht man dann auch wirklich? Auf solche Fragen bekommt man hier definitv eine Antwort. Alleine werde ich sowas dennoch eher nicht mehr machen. Der Zeitaufwand ist schon recht hoch, selbst wenn man die 100 km nicht im Backyard läuft. Zudem ist es alleine auch etwas trist. Solch einen Rennmodus jedoch gegen andere auszutragen, um zu vergleichen, wie gut man die Zähne zusammenbeißen kann, hört sich allerdings sehr verlockend an. Und zu sehen, wie die Größe der Laufgruppe dahinschmilzt, stellt bestimmt ebenfalls eine enorme Motivation dar. Für Ultraläufe muss man viel geben, man bekommt aber ebenso viel zurück. Auch wenn die Füße erst einmal leiden, so haben diese Läufe großen Einfluss auf Brust und Nacken. Beides, Brust und Kreuz, werden nämlich nach dem Erfolg vor Stolz um einiges breiter. Viel Spaß bei euren nächsten Laufabenteuern. Time 2 Play!
Nach dem dritten Anlauf hat es endlich geklappt. Ich durfte ein Mountainman werden. Im ersten Anlauf musste ich fiebrig im Bett den Anderen den Spaß lassen und bei Versuch zwei musste der Veranstalter das Rennen kurzfristig absagen (es beschwerten sich zu viele Anwohner). Doch zurück zum Rennen. Hinter dem Mountainman steht eine ganze Serie an Trailläufen, die allesamt durch die Berge führen. Ca. sechs Mal im Jahr hat man rund um die Alpenländer die Möglichkeit ein Rennen zu genießen. Bei mir war es der Wintertrail in Reit im Winkl. Die Größe dieser „Marke“ merkt man schon am Merchandise, der außerordentlich guten Streckenmarkierung und dem Ambiente im Start- bzw Finisherbereich. Letzter befindet sich direkt hinter dem Festsaal des Ortes. Manch einer, so auch ich, würde sagen: „Krass, die haben den ganzen Festsaal, also die Stadthalle, von der Stadt bekommen.“ Der Saal ist aber größentechnisch eher das Bierlokal für den ansässigen Fußballverein. Dennoch hat es einen gewissen Charme und passt total in die Alpenwelt hinein. Direkt am dahinterliegenden Fußballplatz war der Startbereich für alle Distanzen. Da die Wegstrecke die meiste Zeit jedoch sehr schmal ist, starten die Distanzen zeitversetzt. Und schon am Start darf man dann das erste Detail genießen (bzgl Genuss hat der Mountainman viel zu bieten): Man startet auf einer Langlaufstrecke. Endlich mal wieder ein neues Terrain. Ein großer Teil des Rennens hatte diese Langlaufstrecke als Untergrund. Der Moderator heizte uns mit Musik und Sprüchen noch etwas ein und die Motivation befand sich auf dem Höchststand. 3… 2… 1… los!
Vor dem Rennen musste man einen Sicherheitscheck durchlaufen. Jeder Läufer benötigte ein Erste-Hilfe-Set, genug zum Trinken, einen Tracker und noch vieles mehr. Ein Laufrucksack war also unumgänglich. Bei Trailläufen ist das ganz normal. Wie gesagt ist die Strecke jedoch umwerfend gut ausgeschildert und auch an der Verpflegung mangelte es nicht. Dennoch gab es Tücken. Anfang März… Winter! …Möchte man meinen. Das Wetter war allerdings bombastisch. Sonnenschein und zweistellige Plusgrade. Man hatte Bock zum Laufen! Wie zieht man sich aber nun für einen Trail-Marathon (ja, ich habe die XL-Variante gewählt) im Schnee bei Frühlingstemperaturen am besten an? Zu kalt: Der Körper braucht mehr Energie zum heizen und zum Schluss erkältet man sich. Zu warm: Man schwitzt zu viel und verliert zu viel Flüssigkeit und Elektrolyte. Wie meistens war ich eher in der zweiten Kategorie zu finden. Die eigentliche Materialschlacht fand allerdings beim Schuhwerk statt. Bei ca 1600 Höhenmeter lohnen sich Überlegungen zu diesem Thema. Berg, Schnee, Eis, Trail. Welches Profil verwendet man? Legt man sich gleich die Grödeln (Schneeketten für Schuhe) an oder wartet man? Reicht der eigene Schuhbelag? Bzgl der Schuhwahl habe ich meinen Icebugs wieder das Vertrauen geschenkt. Diese Schuhe haben Spikes schon integriert, die sich je nach Untergrund von alleine ausfahren. Und wie auch bei den anderen Läufen in Grönland und Russland, haben sie mich nicht enttäuscht. Die Läufer, die sich für ihre normalen Trailschuhe entschieden haben, hatten z. T. große Schwierigkeiten nicht auszurutschen. Die Teilnehmer, die mehr mit der Kamera, als mit der Strecke beschäftigt waren, machten des Öfteren schöne Schlitterfiguren. An den Stellen, an denen die Strecke vereist war, legten die Trailschuhe Schrittgeschwindigkeit ein. Ging es bei der Strecke auch noch bergab, mussten die Läufer die unebenen Gräben am Streckenrand verwenden. Der Downhill-Bereich? Ohne Grödeln keine Chance. Hier war durchaus die Verletzungschance gegeben. Ich hatte jedoch Glück. Mit meinen Schuhen konnte ich im ersten Streckenteil wie auf Teer laufen. Vor allem der Downhill-Teil machte sehr viel Spaß, da ich blindlinks runterrennen konnte. In der zweiten Hälfte wurde die Strecke sehr viel sulziger. Dies fühlte sich dann teilweise so an, wie im Sand zu laufen. Die Icebugs griffen nicht mehr ganz so gut und auch die Trail-Stöcke stachen nun durch die Schneedecke durch. Bzgl Sicherheit und Tempo hatte ich trotzdem eine gute Wahl getroffen. Es soll aber nicht so wirken, dass man von der Strecke gepeinigt worden wäre. Ja, es war anstrengend. Aber auch JAAA, es hat viel Spaß gemacht. Auf eine Loipe laufen, was meistens sehr gut geklappt hat, war klasse. Bei den Anstiegen zu überlegen, wann läuft man und wann geht man besser… großartig. Zu tüfteln, wann man den besseren gepflügten Trampelpfad verlässt um zu überholen… spannend. Es wird einem nicht langweilig und man kommt voll auf seine Kosten.
Neben dem Terrain muss ich aber auch über eine zweite Sache schreiben: Die Verpflegung. Außer beim Medoc-Marathon, gab es für mich bisher noch keine bessere. Neben den gängigen Riegeln, Nüssen und Obstschnitzen usw. gab es auch Blaubeer-Pfannkuchen, Kaiserschmarrn, Apfelkuchen und Gemüsepflanzerl. Die Motivation zur nächsten Versorgungsstelle zu kommen war riesig. Zudem gab es diesen Gaumenschmaus auch zumeist an irgendwelchen Berghütten. Ein wunderschönes Ambiente zum Genießen! Die Schwierigkeit lag hier einzig und allein sich nicht zu „überfressen“.
KaiserschmarrnGemüsepflanzerlBlaubeerpfannkuchenAussicht zum ApfelkuchenVersorgungsstelle
Sehr positiv hervorzuheben war, dass jeder Läufer selbst eine Trinktasse dabeihaben musste. Die Müllmenge wurde dadurch stark reduziert und die Möglichkeit für die „sehr Ambitionierten“ Zeit zu sparen, indem man seine Pappbecher einfach in den Wald schmeißt statt in den Eimer, ging gegen Null. Außer der Kaiserschmarrn ging jede Versorgung blank auf die Hand!
Zurück zum Rennen. Dieses wird in mehrere Streckenlängen unterteilt. Von der einstelligen Kilometerzahl bis zu 42+ gibt es alles. Und dies mal zwei. Warum? Es gibt auch eine Hundekategorie, in der Läufer ihren vierbeinigen Partner mitnehmen können. Doch keine Angst, die Hunde hören sehr sehr gut auf das Wort des Frauchens/Herrchens und sind es allesamt gewohnt, sportlich diese Strecken zu absolvieren. Dies habe ich jedenfalls bei diesem Event so wahrgenommen. Ich musste auch kein einziges Mal angst haben über eine Leine zu stolpern. Die Hunde liefen wie selbstverständlich stets vor ihrem Besitzer. Der Laufweg wurde einem also nie versperrt. Funfact: Wer bei einer Mountainman-Veranstaltung mitmacht sollte genau auf die Art des Riegels achten, denn es gibt auch Proteinriegel für Hunde =) Dem breiten Laufangebot muss allerdings auch etwas Tribut gezollt werden. Im letzten Drittel war die schmale Strecke relativ voll. Man muss sich gut überlegen, wann man den nicht so sulzigen Untergrund verlässt und zum Überholen beschwerliche Schritte durch tieferen Schnee steigt.
Doch alles nimmt einmal ein Ende, auch wenn das Ende 42 km weit weg ist. Wer Spaß am Laufen hat muss unbedingt einmal bei einem Mountainman mitmachen. Die Streckenführung und die Umgebung sind super. Es wird sich um alles gekümmert, nur joggen muss man selber. Man läuft sehr zufrieden durch das Ziel. Probiert es selber mal aus. Die Mühe ist es wert. Aroo!
Ende Februar ging es zum sechsten See der Bavarian Lake Challenge, dem Ammersee. In Schöndorf war für mich ein paasender Einstieg und wie sich später herausstellen sollte ein perfektes Ende. Von da aus ging es über die Autobahn nach Stegen. Dort fängt der Ammersee richtig an. Kaffee, Kiosk, Schiffsanlegestelle. Läuft man über diesen Ballungsraum hinaus, so kommt man schnell an die Liegeplätze und Fußwege. Zu hundert Prozent ein schönes Läufchen am See, welches aber sehr rasch vom eigentlichen Ufer und den Leitenwälder abgelöst wird. Diese Stelle ist mein persönliches Highlight. Man ist so nah am See, dass man sich je nach Wetterlage wirklich nasse Füße holt. Im Waldgebiet darf man über schöne tolle Holzbrückchen laufen und auch ansonsten kommt man vom Gelände her auf seine Kosten.
Die Idylle weicht irgendwann dem nächsten Promenadenstreifen für Sprizz-Liebhaber. Man erreicht Herrsching. Im Stile eines Hindernis-Parcours muss man den Fußgängern und Liegestühlen ausweichen und dennoch hat man Spaß daran hier entlangzulaufen. Auch kurz vor und nach Herrsching existieren schöne Parks entlang des Sees. Bis hierhin ist der See abwechslungsreich und kurzweilig.
Bei der Größe des Ammersees ist es aber dann doch unausweichlich. Man läuft entlang einer Landstraße über Aidenried bis nach Fischen. Nichts dramatisch Schlimmes aber der Glanz geht etwas verloren. In Fischen angekommen gelangt man dann an bzw. in den Vogelschutzbereich. Viel Schilf und freie Flächen. Vom See ist man zwar an dieser Stelle etwas weiter entfernt, jedoch macht es trotzdem viel Spaß durch diesen Bereich zu joggen. Man ist von toller schöner Natur umgeben. Auch wenn man den Eindruck hat einen Umweg zu machen (eigentlich ist das nicht nur ein Eindruck), auf den Wanderwegen zu bleiben lohnt sich. Bei meiner ersten Umrundung wollte ich an dieser Stelle etwas abkürzen und musste eine Weile direkt auf einer Schnellstraße laufen. Beim Versuch diese zu verlassen kam ich dann auf mehrere Sackgassen und machte Bekanntschaft mit einem unfreundlichen Bienenvolk (#autsch). Leichter wurde der Weg also nicht.
am Vogelschutzgebiet
Nun hat man es wieder auf die andere Seeseite geschafft. Die Wege führen teilweise mitten durch die Gemeinden Dießen, Riederau, Utting und zuletzt zum Startpunkt nach Schöndorf. Hier und da kommt man zurück an den See, jedoch nur, wenn dort auch eine Schiffsanlegestelle ist. Diese Plätze sind jedoch schon sehenswert und laden stets zum Verweilen ein. Der Weg von Riederau nach Utting hat allerdings noch seinen besonderen „Charme“. Man darf direkt zwischen den Bahnschienen und einem Wäldchen laufen, wodurch ein etwas urbaner Charakter der Laufstrecke entsteht. Hier heißt es wohl „hate it or love it“.
In Schöndorf kämpft man sich dann noch durch auf- und absteigende Straßen bis man die finalen 300 Meter erreicht und an der Promenade mit den schönen Bootshäusern entlanglaufen kann. Ein kleiner Ultra-Marathon wurde soeben absolviert, denn der Umfang des Sees beträgt tatsächlich um die 46 km. In Schöndorf selbst kann man sich dann mit einem Eis belohnen. Die Eisdiele mitten in der Ortschaft hat auch kreativere Eissorten. Mein Highlight war „Black Hawaii“, welches eine Mischung aus richtiger Kokosmilch, richtigem Kakao (keine Schokolade) und zur Farbgebeung aus etwas Kohle besteht. Wirklich lecker und wirklich schwarz. Probiert es selber aus! Eis und Seeumrundung! Für den See selbst lässt sich sagen, dass der Weg das Ziel ist, denn an Abwechslung mangelt es hier nicht. Auf zum Ammersee. Aroo!
Nummer 5 meiner Bavarian Iron Lake Challenge war der Tegernsee. Sogar zweimal. Nicht nur am See selbst lassen sich schöne Meter machen, sondern auch im direkt angrenzenden „Gebirge“.
Absolut empfehlenswert sind die Pfade des Tegernseer Höhenwegs und des Panoramawegs Tegernsee. Einen guten Einstieg gibt es in Gmund am Strandbad. Hier gibt es den sofortigen Zugang und Aufstieg zu den Wegen. Diese Wege sind superschön im Waldgebiet eingebettet. Neben ein paar anderen Naturliebhabern ist man komplett von allem anderen abgeschirmt und für sich. Ein paar Mal lichtet sich der Wald jedoch um einen wundervollen Blick auf den Tegernsee freizugeben. Ab einem bestimmten Level ist es möglich auf der einigermaßen gleichen Höhe zu bleiben oder das ein oder andere Gipfelkreuz in Augenschein zu nehmen. Beides kann ich empfehlen. Gerade in der Schneelandschaft, haben diese Wege einiges hergemacht.
Das Schöne am Tegernsee selbst ist, das man hier die meiste Zeit direkt am Ufer ist oder zumindest den See im Blick hat. Ein weiterer Pluspunkt: Der Tegernsee ist traumhaft ins Gebirge eingebettet und bietet somit eine sehr malerische Kulisse. Startet man von Gmund aus durchläuft man als nächstes St. Quirin. Bishierhin nichts Besonderes. Doch sobald man den Ort Tegernsee betritt ist er da, der Münchner Chique. Ein prächtiger Touriort um am See zu flanieren und das Ambiente mit einem Tässchen Espresso oder einem Tegernsee-Bier zu genießen. Es führen sogar ein paar Brückchen direkt durch den See, wodurch man sich ein wenig an Venedig erinnert fühlt. Nicht zu vergessen ist das Kloster des Ortes, bei dem es auch guten Rum und Whiskey zu erwerben gibt.
Läuft man weiter an der Uferpromenade entlang, so gelangt man nach Rottach-Eggern. Hier ist der Platz für die High-Society. Dolce&Gabbana und Armani. Tracht und Immobilien. Was man halt spontan so shoppt. Naja, nicht so unbedingt meins. Wodurch das Örtchen eher besticht ist der schöne Dammweg über den man auch wieder die höher gelegenen Wanderwege erreichen kann. Sobald man dann durch Rottach-Eggern und an den Luxushotels vorbeigelaufen ist, darf man auch endlich auf Feld- bzw. Kiesweg laufen. Dennoch bleibt etwas vom Münchner Protz. Man läuft an zahlreichen umgebauten Bootshäusern vorbei, die zu Cafés, Restaurants oder Souvenirshops umgebaut wurden. Doch zugegeben, diese machen allesamt was her und machen durchaus Lust mal hineinzugehen und das Leben seinen Lauf nehmen zu lassen.
An dieser Stelle befindet man sich dann schon auf der anderen Seite des Tegernsees, was einem einen schönen Blick auf das Gebirge ermöglicht. Ab dann wird der See weniger abwechslungsreich. Immer wieder kommt man an kleinen Örtchen vorbei und kann die Uferpromenade genießen. Irgendwann ist man dann in Bad Wiessee angekommen, wo man dann einen kleinen Skulpturenpark durchläuft. Und genau an solch besonders schön hergerichteten Plätzen, an denen es stets ein paar Schaukeln und Rutschen gibt, stehen auch Schiffsanlegestellen parat. So eine Schiffsfahrt gehört eben auf jedem großen See dazu. Momentan wird dieser Charme durch viele Baustellen gestört. Ob er zurückkommt ist fraglich, denn die Baulöcher scheinen durch Hotels aufgefüllt zu werden. Irgendwo müssen die Glücksspieler ja untergebracht werden. Auch als Läufer kommt man nicht am Casino vorbei. Gegebenfalls ist es aber genau der Platz um ein Beweisfoto für die Umrundung des Sees zu schießen.
20262020
Danach geht es auf zum großen Finale. Das Gut Kaltenbrunn ruft nach einem. Ein wahnsinnig toller Biergarten der etwas erhöht über Gmund trohnt und einen klasse Ausblick auf den Tegernsee bietet. Von dort aus kann man dann schön die letzten Meter nach Gmund und zum Strandbad laufen und seinen Halbmarathon abschließen. Eine schöne Runde mit viel Natur aber auch viel Tourismus.
Mein Fazit: Der Tegernsee ist es definitiv Wert bereist zu werden. Früh am vormittag anreisen und die Höhenwege nutzen und einen Gipfel erstürmen. Danach kann man stolz in einen der Orte wandern und den Ausblick auf einen der Bänke genießen um auf einen tollen Tag anzustoßen. Ob Sommer oder Winter ist dabei egal. Der Tag wird auf jeden Fall super.
Probiert es selber aus. Wenn es auch gefällt, dann denkt an diesen Beitrag und klickt hier (WWF).
Auf meinem Trainingsplan nimmt die Zahl der langen Einheiten stetig zu. Wer die Ü30-Marke (km nicht Alter) überschreitet, dem ist bestimmt auch schon einmal der ein oder andere Seufzer bei dieser Länge entfahren. Immer und immer die gleichen Kilometer. Ich bin daher für die Bavarian Lake Challenge (BLC) mega dankbar, denn diese langen Einheiten machen mit so einer Seenrunde wirklich Spaß… wenn das Gewässer und die Umgebung schön sind. Naja, wenn nicht, dann auch ;-). Dann ist es einfach ein kleines Abenteuer.
Zuletzt stand der Brombachsee als Nr. 4 auf meiner Liste. Diesen kann man eigentlich in zwei Seen einteilen. In den großen und kleinen Brombachsee. Obwohl es auf dem Weg dorthin und am See selbst viele weiße Stellen gab, so nistete sich in meinem Kopf ein klares sommerliches Bild ein. 1-2 Tage am Brombachsee chillen. Ein Mini-Urlaub. Und dieser See gibt alles dafür her. Kurz bevor man den See erreicht, erwartet einen schon bei Pleinfeld eine Sommerrodelbahn. Bei Ramsberg gibt es dann genug Parkplätze am See. Einer der Vorzüge des Sees ist, das dass Ufer nahezu vollständig für jedermann gedacht ist. Überrall kann man einen Fuß ins Wasser setzen. Das Seeufer ist zu einem sehr großen Teil mit feinem Sand aufgeschüttet, wodurch eben dieses italienische Urlaubsfeeling im Kopf Einzug hält. Wer nicht nur baden möchte, der kann sich auch ein E-Bike mieten oder eine kleine „Kreuzfahrt“ mit dem Schiff machen. Im regelmäßigen Abstand stehen dann Cafés und Kioske zum Einkehren bereit. Sprizz vielleicht? Zu gerne, doch zur Winterzeit hat leider dass allermeiste geschlossen. Dennoch, die ersten Kilometer machen sehr viel Spaß. Man hat den Eindruck auf einer Promenade zu laufen. Auf der einen Seite der Strand und auf der anderen ein schöner Waldbereich. Den darumliegenden Gemeinden war es wohl wichtig, dass der See ein Erholungsgebiet ohne Wohnbereich ist. Das Gewässer macht den Eindruck, als ob es gerade erst kurz vor der Einweihung steht. Alles ist top gepflegt. Sobald ein Strand samt Café in Sichtweite ist, steht schon ein riesiges Schild mit dem Bild eines Kiosk-Betreibers und dem Spruch „Brombachsee müllfrei!“ da. Direkt darunter stehen schon die Mülleimer parat. Die Fotos der Betreiber sind dabei immer nett, z. T. mit Herzchen, und niemals mahnend. Das Konzept scheint aufzugehen. Auch die Kioskbuden selbst, machen was her. Man darf sich hier keine zusammengenagelte verwitterte Holzhütte vorstellen. Wie gesagt, hier herrschen Dolce-Vita-Vibes.
Ist man dann auf der Längsseite des großen Brombachsees entlanggelaufen darf man über eine Art Staumauer Richtung Allmannsdorf laufen. Das Ambiente ändert sich nicht nennenswert. Ggf. gibt es ein paar mehr Grünflächen, um auch mal sein Handtuch auszubreiten. Richtung Ottmansberg nimmt der See dann aber ein immer natürlicheres Erscheinungsbild an. Man läuft durch immer mehr Waldabschnitte und auch das Seeufer ist hier und da auch mal für die eigentlichen Waldbewohner und nicht für die Badegäste zugänglich. Nichtsdestotrotz herrscht immer noch eine 1a-Erholungsatmosphäre. Es gibt immer weniger bis gar keine Cafés mehr, wodurch es ruhiger wird.
Zwischen Ottmannsberg und der Staumauer, die den großen vom kleinen Brombachsee trennt, ist das Ambiente dann wieder wie bei Ramsberg. Über die Staumauer zu laufen ist jedoch schon ein kleines Highlight, da der Ausblick auf eben dieser wirklich toll ist. Durch die Mauerlänge von min. 1 km kommt ein tolles Panorama zustande. Hat man die andere Seite dann erreicht, kann man entweder die Runde Richtung Ramsberg beenden (ca. 16 km) oder sich noch den kleinen Brombachsee vornehmen (ca. 7 km).
Ich habe mich für den „Achter“ entschieden, also den kleinen Brombachsee mitzunehmen und dann ein zweites Mal über die Staumauer zurückzukommen. Der „Kleine“ hat einen anderen Charakter. Hier gibt es keine Sandstrände mehr, sondern einfach Gras. Bayrisch halt. An manchen Stellen durchläuft man auch Campinganlagen, die jedoch nicht wirklich störend sind. Trotzdem fiel mir eine nette Hinterlassenschaft auf, die mich an eine Redewendung erinnerte. „Den Ast auf dem man sitzt absägen.“ Für mich ist das nun eine sommerliche Redewendung. Das Bild, welches sich mir dargeboten hat, war wohl die winterliche Variante dieser Redewendung: „Um das Eis, welches einen trägt, pinkeln.“
Auch wenn hier bestimmt kein Männer-JGA Einzug gehalten hat, so fand ich die Vorstellung davon recht witzig. Zurück zum See und laufen… Wer Interesse am Camping hat, dem kann ich den Campingplatz bei Absberg empfehlen. Tolles Gelände, gute Verköstigung und auch eine Wakeboardanlage. An dieser ist auch eine spezielle Area für Konzerte und chillige Bierverkostung angelegt. Dieser Bereich gefiel mir gleich so gut, dass ich die Strecke zweimal gelaufen bin. Naja, vielleicht lag es auch daran, dass meine Komoot-Aufzeichnung 2,5 km zuvor angehalten hat. Die musste ich natürlich für eine schön geschlossene blaue Aufzeichnungslinie auf der App nochmal zurück. 5 km extra also. Als ob das nicht genug gewesen wäre: Genau dieser Streckenabschnitt ist so ziemlich der einzige, an dem eine Landstraße vorbeiführt. Nicht all zu schlimm, im Vergleich zur restlichen Wegstrecke jedoch ein „Downgrade“. Bei der Absberger Campinganlage befindet man sich schließlich am Ende des Sees. Die letzten Kilometer zurück zur Staumauer. Diese offenbaren einem keine Highlights mehr. Hauptsache Meter machen. Ein zweites Mal über die Mauer zu laufen ist allerdings schon ganz schön, da die Location drumherum ein schönes Antlitz bietet. Und dann geht es zurück Richtung Ramsberg. Der Weg bis dahin ist auch eher nochmal etwas mehr bewaldet und man tritt wieder in die Idylle des großen Brombachsees ein. Nach 23 km – wenn alles glatt läuft- ist man dann wieder da.
Insgesamt bin ich schon vor allem vom großen Brombachsee begeistert. Im Sommer möchte ich diese Stelle durchaus nochmal mit einem Glas in der Hand bestaunen. Auch zum Laufen kann ich die Strecke empfehlen, da sie sehr kurzweilig und schön ist. Da ich auf viele LäuferInnen gestoßen bin, scheint es nicht nur mir so zu gehen. Probiert es doch selber mal aus. Wem diese Streckenbeschreibung nicht so zusagt, der schaut die nächsten Tage nochmal auf meine Homepage. Als nächstes geht´s nämlich zum Tegernsee!
Leider fiel ja der Mountainman bei Mittersill ins Wasser, da er plötzlich von den Anwohnern geächtet wurde und so vom Veranstalter abgesagt werden musste. Der Chiemsee erschien mir nun ein guter Ersatz zu sein. Um einen See herumzulaufen bringt zwar so gut wie keine Höhenmeter ein – der Mountainman hätte ja mehrere 1000 gehabt – jedoch wollte ich dieses mit zusätzlichen Laufmetern ausgleichen. Die Umrundung des größten Bayernsees stellt ja einen Ultramarathon dar.
Eingestiegen bin ich kurz vor Prien (kostenlose Parkplätze =) ). Der Weg führte mich dann zur allseitsbekannten Dampfer-Anlegestelle. Bis dahin musste man schon wissen, dass man an einem See entlangläuft, denn die Sicht auf eben diesen blieb verborgen. Kurz nach der Anlegestelle wollte sich mir auch hier der See nicht preisgeben. Er mag zwar der Größte in Bayern sein, jedoch scheint er nur für ein ausgewähltes Völkchen, den Anwohnern, zugänglich zu sein. So hatte ich eher den Eindruck durch ein Musterhausgelände zu joggen, als am Gewässer entlangzulaufen. Insgesamt wurden der Chiemsee und ich nicht so richtig warm miteinander, was nicht nur an den Temperaturen um den Gefrierpunkt lag.
Dann endlich, ging es aufwärts mit unserer Beziehung. Ich bekam eine bessere Aussicht und auch die Wander- bzw. Feldwege führten durch mehr Natur. Das ständige Auf-das-Handy-schauen wurde seltener, da sich die Wege weniger verzweigten. Doch genau diese hatten es in sich. Durch die Schneemengen der letzten Wochen glich der Weg eher einer Eislaufbahn. Sobald die Schuhsohlen nicht senkrecht auf dem Boden auftrafen oder sich abstießen herrschte große Rutschgefahr. Naja, so blieb man wenigstens im gemaßregelten Grundausdauer-Tempo. Manchmal sah man aber auch die eingefrorenen Fußabdrücke der Fußgänger. Was einerseits prima war, da man dann Profil hatte und sich abdrücken konnte, aber andrerseits sehr gut aufpassen musste um nicht umzuknicken. Trotzdem, dieser Teil machte wirklich am meisten Spaß. Bei Seebruck war es dann mit der Idylle vorbei und der Weg führte teilweise an Land- und Schnellstraßen vorbei. Allerdings gab es sehr einladende Cafés zu sehen, die jedoch – wer hätte es gedacht – so gut wie alle geschlossen hatten. Nach 25 km kam ich aber an eine schöne Anlegestelle, bei der man so ziemlich für sich war und genoss meine Pausenbreze. Wegen der Temperaturen blieb die Rest allerdings recht kurz.
Steelhammer On Ice„So weit das Auge reicht!“Pausenbreze
Der Rest, bis nach Chieming, ging wieder größtenteils am Strandweg entlang, welcher ab da 4 km von einer Schnellstraße begleitet wurde. Danach war wieder Ruhe. Das Grabenstätter Moor sagte hallo. Kein See mehr, aber schöne Landschaftseindrücke … und wieder vereiste Laufwege. Für den Fall, das man mir weinerliche Übertreibung vorwirft… ein Mountainbiker, der mich überholte, kam mir geschätzte zehn Minuten später wieder entgegen und warnte mich vor den Eispfaden. Für ihn sei das nichts mehr. Auch die Hundebesitzer wunderten sich, wie ich dieses Terrain zum Joggen verwenden konnte. Ab da war es dann geschafft. Der ansatzweise schöne Teil zumindest. Nach dem Moor, hatte ichzwar stets den See auf meiner rechten Seite im Blickfeld, zu meiner Linken bot sich allerdings die unbeschreibliche Aussicht auf eine Straße. Man nennt sie A8! Elf Kilometer lang. Welch´ wunderbares Ambiente um sich über die vollbrachte Marathondistanz zu freuen, die ich während dieses Abschnitts gelaufen bin. Als ob mich der See noch irgendwie beschwichtigen wollte, durfte ich die finalen Kilometer nochmals durch grünes Gelände laufen. Aus Angst, wieder in Sackgassen zu joggen, wie beim Forggen- und Staffelsee, vermied ich es diesmal, die Landzungen des Sees zu erkunden. Diese Angst sparte ordentlich Kilometer ein. Leider!? 300 Meter lief ich dann zusätzlich aus Trotz, denn ich wollte zumindest die eine Zahl auf meiner Uhr sehen. 50. 50 Kilometer waren es um den Chiemsee herum. Ein netter kleiner Ultramarathon.
Marathon geschafftSeestein gefunden
Fazit: In der Winterzeit macht der Chiemsee nicht viel her. Im Sommer, an Strandkaffees und Kioskbuden, kann man vereinzelt das Ambiente des Sees genießen. Man muss aber danach suchen. Als Challenge war der Chiemsee eine tolle Hürde, für die Aussicht gibt es jedoch sehr viele schönere Seen, an denen man sich erfreuen kann. Mal sehen, was der große und kleine Brombachsee zu bieten haben. Bis dahin: Let´s fetz!
Huiuiui, jetzt war es lange ruhig. Gab es nichts mehr zu schreiben? Doch! Sicherlich! Jedoch habe ich die Zeit für das Laufen benötigt. Stolz wollte ich über meine Teilnahme beim Mountainman bei Mittersill berichten. Schon zum Jahresbeginn von 2025 stand es auf meiner Liste endlich ein Mountainman zu werden. Zu dieser Zeit hielt mich jedoch Fieber davon ab. Nun, am 17. Januar ´26, sollte es dann 42 km über Skipisten gehen. Leider hatten dann doch ein paar Anwohner plötzlich etwas dagegen, weshalb das ganze Rennen abgesagt werden musste. Zum Glück ist der Mountainman mittlerweile ziemlich etabliert und bietet im Jahr mehrere Veranstaltungen an. So ist es mir möglich gewesen einen dritten Versuch zu wagen. Am 7. März geht es bei Reit im Winkl durch die Berge. Diese Events haben durchaus einen gewissen Schwierigkeitsgrad. Nein, nicht weil ich das sage, sondern weil diese auch eine UTMB-Index-Wertung haben (Ultra-Trail-Mount-Blanc). Bei den Ultra-Trail-Meisterschaften auf dem Mount Blanc kann man nämlich nicht einfach so mitmachen. Man muss sich durch Punktsammeln dafür qualifizieren. Der Mountainman ist eines der Rennen, bei denen das geht. Das spricht für die Qualität und den Anspruch dieser Rennen. Bleibt zu hoffen, dass die Teilnahme diesmal endlich funktioniert.
Doch was soll ich genau jetzt machen? Ich bin fit und habe die letzten Monate nicht nur auf Plätzchen, sondern auch auf meine Zähne gebissen. Ich. Will. Ein. Rennen. Im Januar gibt es davon allerdings nicht wirklich viele. Kurzerhand habe ich mich nun dazu entschieden eine Challenge, die ich vor mehreren Jahren zum Spaß schon einmal angegangen bin, nun „seriös“ zu absolvieren. Es handelt sich dabei um die Bavaria – Iron Lake Challenge (Link). Hier gilt es, die größten bayrischen Seen innerhalb eines Jahres zu umrunden. Die Zeit ist egal, nur müssen die Seen am Stück umlaufen werden.
Während der Corona-Zeit, als keine Rennen stattgefunden haben, verhalf mir diese Challenge zu sehr schönen Bildern und Augenblicken. Damals hatte ich mich aber nicht offiziell angemeldet und habe auch nicht alle Seen umlaufen. Zum Jahresende bzw. zum -beginn bin ich auch schon zwei Seen angegangen, die gut in meinen Trainingsplan gepasst haben. Wie schon beim letzten Mal, war am Forggensee (33 km) der Challenge-Start. Zuletzt umlief ich den wunderschönen Staffelsee (22 km), der wirklich sehr für eine Einheit zu empfehlen ist. Nicht nur, dass ein großer Teil direkt am Ufer liegt, nein, man läuft auch durch schöne Moor- und Waldgebiete (auf die Natur wird dabei natürlich Rücksicht genommen!). Je nach Jahreszeit, kann man sich nach dem Lauf direkt an einem Kiosk ein schönes Getränk gönnen und sich zur Erfrischung in die Fluten stürzen. Anfang Januar war mir das aber etwas zu kalt. See Nummer drei auf meiner Liste wird nun mein Mountainman-Ersatz. Die fehlenden Höhenmeter gleiche ich durch Wegstrecke aus. Am 17. Januar werde ich den Chiemsee mit weit über 50 km umlaufen. Quasi ein weiterer Ultra-Marathon. Der Chiemsse tront unter den Bayern-Seen somit auch Platz 1, was die Lauf-Kilometer angeht. Das macht Laune, das macht Lust.
So früh zu den Jahreshöhepunkten zu kommen ist aber durchaus schade. Wenn es Jahreshöhepunkte wären. Ich freue mich sehr auf diese Events, jedoch werden sie nur Trainingseinheiten werden. In diesem Jahr feiere ich nicht nur mein 10-Jähriges als Marathonläufer, sondern auch meinen 42. Geburtstag. „42? Das ist doch nichts besonderes.“, wird vielleicht salopp ein mancher sagen. Ich antworte darauf: „42! Alter! So wie die Kilometer beim Marathon!“ Grund genug in diesem Jahr was richtig großes rauszuhauen. Einen weiteren Ultra und eine weitere besondere Langdistanz. Beim Ultra soll es dann dieses Mal ins Dreistellige gehen. Interessiert? Neugierig? Dann stöbert wieder regelmäßig auf meiner Seite rum, denn jetzt wird erst einmal der Chiemsee umrundet ;-). Mehr zum eigentlich Hauptevent in diesem Jahr gibt es ein anderen Mal. Nun heißt es „let´s fetz!“. Lasst uns die Schuhe anziehen und dieses Jahr wieder viele schöne Meter sammeln.
Lange war es ruhig. Zeit mal wieder was zu Schreiben. Nachdem im August erst einmal zu 100 % Urlaub angesagt war, ging es im September schon gleich wieder in die Vorbereitung. Doch ein Ziel musste her. Da kam der „Hardy´s Halbmarathon“ in Landsberg am Lech gerade recht. Nach ca. eineinhalb Monaten trainingsfreier Zeit vielen die ersten Kilometer allerdings sehr schwer. Bereits ein schöner 10er brachte mich schon deutlich zum Schnaufen. Aber das ist ja das Großartige: Zum sog. „Saisonbeginn“ ist dieser Zustand nichts Neues. Gewohnheit ist nicht immer schlecht. Da hieß es eben einfach weiter zu machen. Leicht gesagt … und auch leicht gemacht. Bestimmt half es, dass ich vor Freunden den Mund etwas aufgerissen und die 1:40 h für den Halbmarathon ausgegeben habe. Da ich nicht als Schwätzer dastehen wollte, musste was passieren.
Vier Wochen vergingen und schon stand ich bei blauem Himmel, Sonnenschein und klasse Lauftemperaturen im Startbereich, der direkt vor dem alten Rathaus war. Eine tolle Atmosphäre. Viele Leute wollten ihre Laufhelden anfeuern. Und von denen gab es viele. Mit ganz eigenen Zielen. Dieser Stadtlauf bot neben dem Halbmarathon nämlich ebenso einen 10 km- und 5 km-Lauf an. Die Laufstrecke, die schön am Lech entlang und dann in die Altstadt führte, war insgesamt auf 5 km ausgelegt. Für die gößeren Distanzen gab es also Runden zu laufen. Bevor der Startschuss fiel, habe ich mich noch über das Für und Wider von solchen Runden unterhalten. Ein paar Punkte für das „Für“: Entlang von 5 km gibt es keine Zuschauerlücke. Es ist immer was los und diesmal hatten die Leute richtig Bock. Streckenposten, die sich die Kehle heißer geschriehen haben oder ihre „Power Up!“-Plakate akrobatisch darboten, strahlende Kinder die die Hände zum Abklatschen herausstreckten und freudestrahlend jubelten, Anwohner die zusätzliche Verpflegung anboten und hochmotivierte Trommelgruppen… es war klasse. Ein weiteres Pro solcher Runden ist, dass man sich die Strecke sehr viel besser vorstellen kann, die noch zu laufen ist. Da lässt sich die Pace, so geht es mir zumindest, sehr viel besser anheben, wenn man ein Bild im Kopf hat. Doch die Rückseite der Läufer-Medaille ist, dass es starke Unterschiede in den Laufniveaus gibt. Zwischen den Ich-Laufe-Spontan-Mal-Die-5km-Mit-Runner bis zu den hochtrainierten Halbmarathon-Athleten ist ein großer Spagat. Auf schmalen Strecken ist es da gerade am Anfang schwer seine Pace zu halten. Die „Spontanis“ wissen auch nichts von den heimlichen Grundregeln wie „Nicht Nebeneinander Herlaufen“ oder „Rechts Laufen, Links Überholen“.
Und doch sind wir genau an dieser Stelle, wo es wieder um die Helden geht. Es ist großartig zu sehen, wie die Tochter/Enkelin mit dem Opa die 5 km angeht oder Läufer mit (starkem) Handicap ihr eigenes Abenteuer bestreiten. Der Papa mit getuntem Kinderwagen darf auch nicht vergessen werden. Oder auch toll: Es nehmen Leute teil, die sich an den Zehner nicht hintrauen, jedoch gerne bei einem Fünfer dabei sind. Wenn man aufgrund von Verletzungen „downgraden“ und sein Ziel bzw. seine Zeit neu anpassen muss ist das mehr als sch…ade. So viele Mühe. So viel Zeit. Die ganzen Investitionen für die Katz? Und dann bestehen sie mit einer unglaublichh tollen Zeit. Alle haben was gemeinsam. Sie bekommen nicht nur die gleiche Medaille oder Laufshirt, sie sind alle STOLZ wie Bolle. Ein Abenteuer erfolgreich gemeistert oder die Zielzeit mehr als erreicht. Viele lachende und stolze Gesichter sind nach dem Ausschnaufen zu sehen. Ich selber war auch happy, denn als es mit 1:34 h durch das Ziel ging, war ich sehr verwundert, wie gut der Halbmarathon über die Bühne ging. Alles lief nach Plan und sogar noch besser. Schön, dass ich mit einem Erdinger auf den Erfolg anstoßen konnte. – An dieser Stelle möchte ich auch nochmal Manu beglückwünschen, der mit Verletzungsproblemen beim 10 km-Lauf gestartet ist und sein Ziel um beinahe fünf satte Minuten unterboten hat. Nochmal Prost und Glückwunsch!
… wir lieben L…aufen?
Mein Motor ist nun also warmgelaufen. Prima, nachdem es in die kalte Jahreszeit übergeht. Prima, dass wieder Lust da ist. Und prima, dass der Zweifel, dass neue Event gut zu bestehen, etwas verflogen ist. Das neue Event? Am 17. Januar geht es nach Mittersill (nahe Kitzbühel) zum Mountainman zur Marathondistanz. Doch von dem erzähle ich ein anderes Mal. Nun schnürt die Schuhe und ab die Post! Seid Stolz!